Die Zeit verging schnell, die Riesen langsamer. Sie waren sehr gealtert und machten sich Sorgen…
12 Abschied von Ursus und neue Schwieigkeiten
„Habe ich gut geschlafen!“, meinte Lang und die anderen Riesen stimmten zu. Nur Ursus war noch nicht wach zu rütteln, es schien als sei erschöpfter als alle sechs Riesen zusammen. Mit den letzten Resten Apfelsaft bekamen sie ihn wieder wach. Schnell wurde gepackt und der grässliche Verbotene Wald verlassen. Kaum waren sie wieder aus dem Wald heraus meinte Wild: „War doch völlig ungefährlich“. Die anderen nickten. Ursus wusste es anders. Er legte zum Abschied allen seine Tatze vorsichtig auf die Schulter, brummte leise und ging nun wieder seine eigenen Wege.
„Er hat uns Glück gewünscht“, übersetzte Horst das Brummen. Obwohl sie kaum noch Äpfel hatten, gaben sie zum Dank einige Äpfel dem Bären, der dies zu schätzen wusste. Die Riesen hatten keine Ahnung, was in der Nacht geschehen war. Andernfalls wäre ihr Dank wohl noch größer ausgefallen.
Der Apfelbaum war weiterhin das schwierigste Gepäckstück. Durch die Fürsorge von Mich hatte er kaum Schaden genommen, und das ständige Wässern mit frischem Wasser sorgte für frische Blätter und kräftige Wurzeln. Da der Saft aber fast alle war, hatten die anderen Riesen weniger Last zu tragen und konnten beim Tragen des Baums sich mit Mich abwechseln. Nach einiger Zeit gelangten sie zu einem unüberwindbaren Hindernis. Ein breiter Fluss mit starker Strömung verhinderte die Wanderung nach Norden. „Da kommen wir nie rüber“ meinte Mich. „Wir haben auch keine Kraft mehr ein Floss zu bauen“ meinten die anderen und legten sich zum Schlafen. Sie träumten, der Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung trotzen zu können und wälzten sich unruhig hin und her. Einzig Mich schlief nicht, er übernahm die Verantwortung ihren Schlaf zu bewachen. Ungewöhnlich für ihn, war er doch sonst nur wenig an den Bedürfnissen der anderen Riesen interessiert gewesen.
